AvW

Hoffnung für AvW-Geschädigte

Gibt es für Inhaber von Genussscheinen der Kärntner Pleitefirma AvW nun doch Hoffnung? Ja, wenn es nach dem neuesten Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) geht. Dieser hat festgestellt, dass die Anlegerentschädigung AeW die Betroffenen mit bis zu 20.000 Euro entschädigen muss, wenn zwischen AvW Invest (Vermittlerin) und AvW-Gruppe (Emittentin) eine wirtschaftliche oder personelle Verflechtung besteht und sich der Anleger auf ein indirektes Halten seiner Gelder durch die Vermittlerin beruft. 12.500 Inhaber von Genussscheinen wurden um zig Millionen gebracht.

"Einige von ihnen könnten Teile ihres Investments rückerstattet bekommen, sollte das Erstgericht in ihrem Sinne entscheiden", sagt Peter Kolba, Chefjurist des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Voraussetzung ist jedoch, dass sie ihre Ansprüche binnen eines Jahres ab der Konkurseröffnung bei der AeW angemeldet haben. Diese Frist lief von 4. Mai 2010 bis 5. Mai 2011.

Das jetzige Urteil stellt eine Kehrtwende dar. Ursprünglich hatte der OGH die Entschädigungspflicht der AeW verneint.